Donnerstag, 10. Oktober 2013

Bunter Vergleich zwischen Finnland und Deutschland



Es ist Donnerstagabend und somit Zeit für den letzten Post vorm Wochenende (für das im Übrigen sehr sehr gutes Wetter angesagt ist). Und wie immer wenn es auf das Ende der Woche zugeht steigt die Müdigkeit morgens und was hilft da? Kaffee! Dabei ist mir heute ein weiterer Grund aufgefallen warum der Kaffeekonsum in Finnland so hoch ist. Und zwar wird der Kaffee hier so schwarz und stark getrunken, dass man eigentlich nicht von Kaffee sondern von Espresso sprechen muss. Nunja, um wacher zu werden ist es jedenfalls perfekt. Aber auch beim Trinken von Tee gibt es gewisse Unterschiede zu Deutschland und so steht neben dem Wasserkocher und der prall gefüllten Teebox meistens eine Tüte mit knüppelhartem Brot. Das Brot kann man gut mit den alten Brötchen vergleichen mit denen wir mit Omma früher immer Enten gefüttert haben oder aus dem Paniermehl gemacht wurde. Aber ich schweife ab…

Um halb 12 stand heute wie jeden Tag das Mittagessen an. Das Essen für 2,60€ bezahle ich mittlerweile, wie nahezu jeder andere Student auch, mit meiner EC-Karte. Die kann man ohne Gebühren hier in Finnland nutzen und man kann wirklich alles damit bezahlen (auch die Packung Kaugummis für 50 Cent). Am Tisch saßen wir mit Finnen zusammen und hatten ein ziemlich cooles Gespräch über die Unterschiede zwischen Finnland und Deutschland. Dabei kamen wir unter anderem auch auf den Herbst und die Natur in Finnland zu sprechen. Und obwohl es hier schönes Wetter ist und alles in Herbstfarben strahlt, wird der Oktober hier übersetzt nicht etwa goldener Oktober oder vergleichbar genannt, sondern „Matschmonat“. Mein Weg zur Mensa führt durch gefühlt mehr als hundert Türen und ich liege immer noch öfters mal mit ziehen bzw. drücken daneben. Auf einigen Türen steht gottseidank „Vedä“, also ziehen, was mein erstes finnisches Wort war, da es erstens einfach ist und ich zweitens Anfangs öfters gegen Türen gerannt bin. Dies könnte gut daran liegen, dass in Finnland Türen (anders als in Deutschland) in den meisten Fällen nach außen und nicht nach innen aufgehen.

 



Die Studenten hier haben sich in den letzten Tagen für einige Reisen und Parties angemeldet. In Finnland gibt es keine Party ohne Motto und die größte Party dürfte wohl die Fahrt nach Stockholm sein. Diese Fahrt steht unter dem Motto „Triangeli“ und man fährt mit einem Kreuzfahrtschiff voller Studenten, auf dem es freies Trinken gibt und alle nach dem Motto „Zirkus“ verkleidet sind. Als Praktikant kann ich nur leider nicht an dieser Fahrt unter der Woche teilnehmen. Was ich als Praktikant leider auch nicht habe ist die freie nächste Woche, dafür schließt aber die Hauptmensa und ich kann daher ausnahmsweise ermäßigt in der besseren Businessmensa essen.

Morgen ist dann auch schon Freitag und es steht bei Frami die allwöchentliche Lotterie an. In Finnland spielt man sehr gerne, so kann man in jedem Supermarkt Rubbellose kaufen oder hinter den Kassen an Spielautomaten zocken. Das Geld kommt dabei komplett karitativen Projekten zugute. Und bei Frami gibt es halt die Lotterie. Für einen kleinen Beitrag darf man dabei seinen Namen auf einen orangenen Tischtennisball schreiben und ihn in einen Topf werfen. Dann werden solange Bälle gezogen bis einer übrig bleibt und der glückliche Gewinner darf sich eine Flasche Wein aussuchen. Danach kommen alle Bälle in eine große Kiste aus der im Frühjahr die Jahreslotterie gezogen wird, bei der es dann um eine Reise nach London geht. Apropos London, da war doch was.
 




Das soll es dann auch für heute gewesen sein und mir bleibt nur noch euch eines schönes Wochenende zu wünschen und mich bis Sonntag zu verabschieden. Nähdään pian!


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